Der Name Rosmarin kommt vom lateinischen ros marinus und bedeutet „Tau (ros) des Meeres (marinus)", also „Meertau". Als Begründung wird dazu oft angeführt, dass Rosmarinsträucher an den Küsten des Mittelmeeres wachsen und sich nachts der Tau in ihren Blüten sammle. Eine weitere Deutung der Herkunft des Namens geht auf den griechischen Begriff rhops myrinos (balsamischer Strauch) zurück. Dazu gehört auch ein möglicher namenskundlicher Zusammenhang der griechischen Wörter libanotis (Rosmarin) und libanos (Weihrauch).
Vollsonnige, geschützte warme Lage vor einer Südwand, die Pflanze jedoch vor der Morgensonne im Frühjahr schützen. Lockere, humusreiche, trockene, sandige Erde mit Kalk oder kalkhaltigen Steinchen, Dränage vorsehen. Eine Kiesschicht um die Pflanze herum dient als Wärmespeicher. Etwas Dünger (reifer Kompost oder Hornspäne) im Frühjahr. Auf jeden Fall Düngung und Schnitt spätestens ab Mitte August einstellen, viel Dünger vermindert den Gehalt an ätherischem Öl. Beim Rückschnitt immer den natürlichen Wuchs der Pflanze im Auge behalten, runde oder ovale Krone. Blüte violett, Sommer. Höhe 60 - 150 cm. Er kann sehr alt werden.Nicht ins alte Holz schneiden. Sparsam gießen. Aussaatzeit 3/4; 5/6 auspflanzen. Im Beet etwas höher pflanzen, um die Gefahr von Staunässe und Bodenpilzen zu vermindern. Im Sommer können Blüten und Blätter geerntet werden, ab 7/8 Wintervorrat anlegen, aber nicht zuviel auf einmal abschneiden. Blüten nur für sofortigen Bedarf nutzen. Ganze Triebe abschneiden, kopfüber luftig und schattig aufhängen und schonend trocknen. Dann am besten in diesem Zustand in großen dunklen, abschließbaren Gefäß aufbewahren und erst vor Gebrauch zerkleinern, damit das ätherische Öl nicht durch den Luftsauerstoff ranzig wird. Im Sommer ausreichend gießen, ab achten Monat nicht mehr wie früher zweimal im Monat düngen, nur wenig gießen, damit das Holz ausreift.
Nicht frostbeständiges Kraut, wird deshalb meistens in Töpfen kultiviert mit normaler Blumentopferde. Im Winter sehr hell und kühl (0 - 10°) stellen, mit feuchter Luft, sonst Gefahr von Schadinsekten und Bildung von unerwünschten Wintertrieben. Der Ballen darf nicht austrocknen. Im Frühjahr umtopfen in einen größeren Topf. Optimal ist Überwinterung im Kalthaus.
Alternative für Überwinterung im Freien: Mit zusätzlicher Erde Wurzelhals schützen, den Topf in einen Korb stellen und mit trockenem Laub auffüllen. Fichtenzweige an den inneren Korbrand stecken und über dem Rosmarin wie eine Kuppel zusammenbinden. Sobald die Frühjahrssonne an Kraft gewinnt, den Winterschutz beseitigen, um Fäulnis zu verhindern. Aber erst langsam wieder an die Sonne gewöhnen.
Radies/Rettiche, Raps und Senf als Nachbarn sind ungünstig. Gute Nachbarn sind Rosen, Salbei, Schnittlauch und ein Standort zwischen Stauden.
Hält die Möhrenfliege von den Karotten und die Selleriefliege vom Sellerie fern. Auch die Ameisen werden von ihm verfolgt. Im Frühjahr etwas zurückschneiden, wird dadurch buschiger. Auch die verfrorenen Triebe können noch als Gewürz verwendet werden.Rosmarin
Neuerdings gibt es auch frostbeständigere Sorten für den Garten. Im Topf gelten die vorgenannten Grundsätze.