
Die genaue Herkunft des Wasserkefirs ist leider nicht bekannt. Man vermutet, dass der seinen Ursprung in Mexiko hat. Dort wurde er 1899 von M. Lutz in Gegenwart von zuckerhaltigem Wasser auf zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In Europa ist der Wasserkefir auch unter dem Namen "Japankristalle" bekannt. Aufgrund des biologischen Aufbaus sind Japankristalle identisch mit dem hierzulande etwas bekannteren Wasserkefir.
Es ist anzunehmen, dass der Wasserkefir verschiedene Herkunftsregionen besitzt. In Europa wird er seit Anfang der 30er Jahre vor allem als Heilmittel verwendet. So war er vor dem 2. Weltkrieg besonders in der Schweiz als "Tibi-Körnchen" bekannt. Im französisch sprechenden Raum nannte man ihn "graines vivantes" (lebende Körnchen).
Mit dem 2. Weltkrieg verschwand er in vielen Regionen.

Einen ersten Kontakt machte ich Mitte der 80er Jahre mit diesem Getränk, aber auch da war es mehr ein Insider-Kultgetränk, als dass man von Verbreitung dieses Getränkes sprechen kann. Mitte der 90er Jahre begann ich mich wieder an dieses gesunde Wundergetränk zu erinnern und konnte auch, nach längerem Suchen, originale Wasserkefirkulturen auftreiben. Seit dieser Zeit wurde dieses Getränk sehr populär und stellenweise wird es als wahres Wundergetränk gefeiert. Seit ca. 5 Jahren gibt es den Wasserkefir auch als Ferment in einigen Reformhäusern zu kaufen. Das mit diesem Ferment hergestellte Getränk, wird genauso wie der "richtige" Wasserkefir hergestellt und schmeckt auch ähnlich. Der einzige Nachteil dieses Ferments ist, dass die Fermente nur recht kurzlebig sind, und spätestens nach dem 10. Ansatz muss man neue Fermente erwerben. Anfang 2003 habe ich das erste Mal "Kefir" als Erfrischungsgetränk in Flaschenabfüllung der Firma "Carpe Diem" im Supermarkt gesehen.
Vom Geschmack/Konsistenz her muss es ein Wasserkefirgetränk (mit Holundergeschmack) sein - allerdings sind mir keine genaueren Informationen zu diesem Getränk bekannt. Der Preis lag bei 3 Euro. Ob die vitalen Eigenschaften des Wasserkefirgetränkes bei der industriellen Abfüllung (und der damit verbundenen Tötung einzelner Keime und Enzyme) verloren gehen kann ich leider nicht mit Sicherheit sagen. Der Wasserkefir ist auf Grund seines relativ hohen Zuckergehaltes und des vorhandenen geringen Alkoholgehaltes sicherlich nicht so gesund wie der Milchkefir oder der Kombucha, aber trotzdem eine sehr gesunde Alternative zu den sonst üblichen Erfrischungsgetränken.